2Sep/078
Öffentliche Petition gegen den Abmahnwahn
Mit der Petition soll erreicht werden, dass §12 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb dahingehend geändert wird, dass schriftliche Abmahnverfahren nicht mehr ohne mindestens vierwöchige schriftliche Vorankündigung erlaubt sind.Begründung: Diese, die genaue Beschreibung der Beanstandung zu enthaltende schriftliche Ankündigung, hat persönlich und kostenlos vom Abmahner und nicht vom Anwalt zu erfolgen.Wird berechtigt aber ohne Ankündigung abgemahnt, so hat der Abmahner zwei Drittel der entstehenden Anwaltskosten zu tragen.Durch diese Vorgehensweise wird die sich schlagartig aufbauende, den Internetauftritt diverser Kleinunternehmer betreffende und nur in Deutschland durch die Gesetzgebung ermöglichte Abmahnwelle aufgehalten.Serienabmahnungen sind dann nicht mehr möglich.Unterschreiben kann man HIER
2Sep/072
Mit den Handwerkern per Du
Tja - da hatten wir am Freitag mal wieder eine Horde Handwerker im Haus. Das Yvönnsche fing Donnerstag Abend leicht an zu frösteln. Für mich der richtige Zeitpunkt mich mal eingehend mit der Bedienungsanleitung unserer Heizung auseinanderzusetzen. Die Gastherme hängt im Keller, die Steuerung im Wohnzimmer. Zunächst mal die Einstellungen - Datum, Uhrzeit, wann soll es wie warm sein und wenn ja warum nicht... Alles schön! Dann ab in den Keller. Heizung an - läuft aber nicht, wobei sie eigentlich für afrikanische Temperaturen hätte sorgen sollen. Wieder nach oben, alles kontrolliert, kein Fehler feststellbar. Wieder runter, Therme auf Schornsteinfegereinstellung gestellt - springt an, daran liegt es also schon mal nicht. Laut Bedienungsanleitung gibt es ja die sogenannte Partytaste. Nach drücken der selben soll sich die Steuerung über alle Einstellungen hinwegsetzen und durchheizen. Vielleicht hab ich ja irgendwo was falsches Eingestellt. Pustekuchen - ging auch nicht. Warteste mal nen Moment, dachte ich so bei mir. Nach 30min. ein Blick auf das Display - "Verbindung" stand da plötzlich! Hey - cool - das dauert wohl einen Moment, bis die Steuerung und Heizung sich einig sind. Doch nix tat sich. Ein Blick in die Bedienungsanleitung (RTFM!!!) sagte mir dann, dass Verbindung nicht bedeutet, dass selbige vorhanden ist, sondern unterbrochen. Na tolle Sache. Yvonnchen war mittlerweile in eine Wolldecke eingemummelt und mir war eh warm, weil ich durch die Rumrennerei auf 180 war. Freitag Morgen - mal wieder ein Anruf bei der Hausverwaltung, der ich mittlerweile nicht mal mehr die Adresse sagen muss... Freitag Mittag Anruf des Heizungsbauers ob ich mal eben zur Wohnung kommen kann. Im Keller wäre wohl alles ok und er müsse mal an die Steuerung. Als ich ankam war auch der Elektriker, der für den Kabelkram verantwortlich ist bereits eingetroffen. Ratlose Blicke - Steuerung ab - Steuerung dran - Knöpfchen hier und da gedrückt - keine Änderung. Tjaaa, da wird wohl das Kabel kaputt sein, stellte der Heizungsbauer fest. Moment - warum will ich sowas nicht hören? Vielleicht weil es quer durch die Bude in der Wand liegt? Der Elektriker hatte ja bereits bei der Kabelfernsehaktion mitbekommen, dass ich darauf sehr allergisch reagiere, und machte sich direkt daran diese durchzumessen. Nach einigen Minuten kam er grinsend in die Wohnung zurück und tat das kund, was ich hören wollte. Kabel ist OK! Woran könnte es jetzt noch liegen? Ein Anruf beim Hersteller brachte dann hervor, dass Heizung und Steuerung nicht harmonieren. Aha! Nee, kann man bei Fachleuten auch nicht erwarten, dass man passende Komponenten zusammenstellt. Ein Kollege wurde angerufen, der dann das passende Teil vorbei brachte. Beim Auspacken entdeckte ich leichte Schweissperlen auf der Stirn des Kabeldompteurs. Das neue Gerät ist viel kleiner als das andere. Erleichtert war er, als er beim Abschrauben bemerkte, dass ich ein guter Tapezierer und Streicher bin, der solche Geräte demontiert und nicht "drumrum kleistert". Das hätte einen sehr unschönen Rand gegeben, und in der Hinsicht bin ich einfach pingelig! Kurzum - Heizung läuft, Yvonne ist glücklich und ich suche den Saunaofen um einen Aufguss zu machen.1Sep/070
Wohin gehört die Brötchentüte?
Laut eines FAZ Artikels gab das Wirtschafsministerium ein Gutachten in Auftrag, wie eine Brötchentüte richtig zu entsorgen sei. Die Höchstgrenze für das Honorar liegt bei €20.000! Allerdings ist man zuversichtlich, dass diese Höchstgrenze unterschritten wird. (wie beruhigend) Manchmal kann man gar nicht so viele Brötchen essen wie man sich übergeben möchte. Die €20.000 sind für den Etat sicherlich ein Tropfen auf den heissen Stein, aber wenn man bedenkt, daß ein Otto-Normalbürger die Summe in 2 Jahren als Steuerzahlung leistet und sich deshalb wahrscheinlich nichtmal Brötchen leisten kann, darf man sich schon etwas aufregen wie unser Geld verbrannt wird...1Sep/0739
Hermes Versand? – Geh mir weg!
Auf den Namen Hermes reagiere ich momentan recht allergisch! Beruflich habe ich ein paar Päckchen pro Woche zu verschicken. Für eine tägliche Abholung reicht es noch nicht, also bringe ich die Sendungen in einen Hermes Paketshop "um die Ecke". Ein paar Wochen ging das gut, zumindest hörte ich nichts negatives von meinen Kunden. Der Versand ist günstig, die Sendungsverfolgung funktioniert, und nach max. 3 Tagen waren die Sachen zugestellt. In den letzten 2 Wochen hat sich Hermes aber alle Mühe gegeben mich als Kunden loszuwerden.- "Nachbarschaftsabgabe" am anderen Ende der Strasse (~50 Hausnummern dazwischen!) ohne den eigentlichen Empfänger zu benachrichtigen.
- "Nachbarschaftsabgabe" trotz definitiver Anwesenheit des Kunden (wärend der Öffnungszeiten in seinem Ladengeschäft). Der Nachbar hat es im Anschluss direkt "rübergebracht".
- Laufzeit einer Sendung von knapp 2 Wochen!
- Eine Sendung kommt nach fast 4 Wochen zu mir zurück. Vermerk: Kunde mehrfach nicht angetroffen. Zustellversuche lt. Eintragung auf der Sendung: 1!
- Zusteller kommt in mein Ladengeschäft um eine Sendung zurückzubringen und sucht den ursprünglichen Empfänger. Meine Erklärungsversuche scheitern, da er nicht im Ansatz der deutschen Sprache mächtig ist. Zu allem Überfluss hat er eine Zigarrette im Mundwinkel, trotz Rauchverbotsschild am Eingang! Wir sind ein grafischer Betrieb in dem u.a. Lösemttel eingesetzt werden. Nicht nur, dass es in meinen Augen untragbar ist einem Kunden "mit Kippe" eine Sendung in die Hand zu drücken, hätte die Sache auch fix in einem Feuerball enden können.
- Der Mitarbeiter hat die Sendung am anderen Ende der Strasse zugestellt, da er dazwischen niemanden gefunden hat der es annehmen konnte/wollte. (Ich frage mich wie lange es dauert bei 50 Haushalten zu klingeln und da freundlich zu fragen
) - Unser Mitarbeiter hat das Paket nicht im Ladengeschäft des Kunden abgegeben, da er über keinen Briefkasten verfügt! (Aha!)
- Eine Laufzeit von 2 Wochen können man sich nicht vorstellen. ICH solle doch mal im Paketshop nachfragen was da schiefgelaufen sein kann. (Genau - was nehme ich mir raus bei der Qualitätssicherung anzurufen?)
- Die Mitarbeiter tragen die Zustellversuche NICHT auf (das extra zu diesem Zweck aufgeklebten) Etikett ein, da die Daten ja eh intern gespeichert werden.
- (Jetzt bitte einen Trommelwirbel vorstellen!) Die Auslieferungsfahrer müssen kein Deutsch sprechen, da diese ja eh nichts zu reden haben. Ausserdem möchte sich der Fahrer ja auch mal eine rauchen und ich solle doch so tollerant sein und dies akzeptieren! Ausserdem müsste ich es ihnen überlassen nach welchen Kriterien die Mitarbeiter eingestellt werden!
- Waren Ihre Eltern Geschwister?
- Sind sie zu dumm ein Loch in den Schnee zu pinkeln?
- Können sie Deutsch? Dann hat sich das für sie an dieser Stelle erledigt!
- Haben sie keine Manieren? Dann gehen sie bitte jetzt in die Kleiderkammer - sie sind eingestellt!
26Aug/070







