Da habe ich doch glatt vergessen meine Prüfungserlebnisse zu verbloggen…
Ich glaube ich werde langsam alt, denn ich dachte das wäre bereits geschehen… nun gut… 
Morgens um 8 ging der Spass am Kemmnader See, in Bochum, mit der Motorbootprüfung los.
Natürlich war ich etwas aufgeregt. Wir hatten ja nur 2 Übungsstunden unter Motor, und der Kahn dort ist schon recht gewöhnungsbedürftig.

Der leichte Titanic-Charme macht sich vor allem beim hakeligen Gashebel bemerkbar. 
Zunächst wurden wir zusammengetrommelt, und die Namen der Prüflinge aufgerufen. Meiner war natürlich nicht dabei!
Es wäre ja auch ein Zufall, wenn mal etwas reibungslos klappen würde. Nachdem ich erst auf den letzten Drücker vom Prüfungstermin erfahren hatte, schickte ich meine Prüfungsunterlagen selbst zum Ausschuß. Das Begleitschreiben musste unterwegs wohl von den Motten gefressen worden sein, denn es kam nicht an. Anscheinend war es auch zu schwierig mal meinen Namen in den Rechner zu hämmern, denn zur Prüfung war ich ja angemeldet. So landeten meine Unterlagen in der Ecke “ohne Termin”. Nach einigem hin und her bekam ich die Gnade einer “Ausnahme”, denn es sei ja mein Problem, wenn ich die Unterklagen nicht komplett einreiche…
Nunja – für diese Ausnahme ließ man sich den ganzen Tag über noch kräftig feiern… 
Problem No.2 war, dass niemand von der Wassersportschule auftauchte. Damit gab es weder einen Schlüssel für das Gelände, noch für das Boot. Tolle Planung…
Irgendwann hatte man dann jemanden aus dem Bett geklingelt und es konnte los gehen. Zu Anfang wurde uns die Knotenprüfung abgenommen. Ich hatte am Abend zuvor noch fleissig geübt, und so war das schon mal kein Problem. Danach ging es in mehreren Grüppchen aufs Wasser. Der Reihe nach spulten wir unser Programm ab. Ab- und Anlegen, Mann über Bord und kursgerechtes Aufstoppen. Es gab Prüflinge, die ein lupenreines Programm lieferten, aber auch solche, die jeden Fehler, den man machen kann, mitnahmen. Bestanden haben alle!
Bei manchen wünsche ich mir von Herzen, dass sie mir auf dem Wasser niemals begegnen!
Dem Prüfer war eigentlich relativ egal was man da machte. Es reichte wenn man so einigermassen wusste was man tut.
Im Anschluss fuhren wir zum Hengsteysee in Dortmund, um die Segelprüfung abzulegen.
Ausnahmsweise hatten wir mal einen akzeptabelen Wind. Hier mussten wir An- und Ablegen, das Boje über Bord Manöver vorführen und eine Halse fahren. Ruck zuck war die Nummer im Kasten – alle bestanden!
… und wie schon gezeigt, hier das Ergebnis!
Die anderen Prüflinge bekamen ihn direkt nach der Prüfung – ich hatte ihn schon ganze 2 Wochen später in der Post!
Abschliessend erlaube ich mir ein kleines Fazit.
Die theoretische Ausbildung, bei Rainer Kasulke in der VHS-Iserlohn, hat einen riesen Spass gemacht! Ich habe mich richtig auf die Unterrichtsstunden gefreut! Ab Februar geht es bei ihm ja weiter – der SBF-See ruft!
Was die praktische Ausblidung betrifft, so habe ich nicht die beste Wahl getroffen. Der Preis war zwar unschlagbar, aber es nervte schon gewaltig! Der Informationsfluss lässt beim USC-Dortmund zu wünschen übrig. Mails, mit wichtigen Informationen, kamen bei mir meistens nicht an. Wenn dann nur, weil mein Ausbildungskollege sie an mich weiter leitete. Das lag schlicht und ergreifend daran, dass der 1. Vorsitzende es nicht schaffte, eine meiner 2 angegebenen Adressen fehlerfrei in den Verteiler einzutragen. Mit dem Problem stand ich nicht alleine da…
Das “Segelrevier” Hengsteysee trägt auch nicht wirklich zur Freude bei. Wenn überhaupt mal Wind vorhanden ist, kommt er aus allen Richtungen, was das Üben unmöglich macht. Wir haben uns einige Male gefragt wie man auf die Idee kommt dort einen Segelclub zu gründen. Ausser den Schülern habe ich dort auch nur selten jemanden segeln sehen…
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